Frühchen-Reha für Familien mit Frühgeborenen

Ab Oktober 2010 setzt das Team der Kinderklinik "Tannenhof" ein neues Konzept in die Wirklichkeit um. In enger Kooperation mit der Klinik für Neonatologie und neonatologische Intensivmedizin am Klinikum Südstadt Rostock (Perinatalzentrum I) konnte in den zurückliegenden Monaten ein Konzept entwickelt werden, das den besonderen Ansprüchen von Familien mit Frühgeborenen und ehemals Frühgeborenen voll entspricht. Die gruppenbasierten Therapieformen eröffnen erstmalig Frühchen-Familien orientierte Angebote auf ihren Rehabilitationsbedarf.

Indikationen bei der Rehabilitation von Familien mit Frühgeborenen und ehemals Frühgeborenen sind:
- akute Belastungsreaktion (ICD 10: F 43.0)
- posttraumatische Belastungsstörung (ICD 10: F 43.1)
- rezidivierende depressive Störung (ICD 10: F 33.1, F 33.2)
- dissoziative Störungen (ICD 10: F 44)
- somatoforme Störungen (ICD 10: F 45)
- Angststörungen (ICD 10: F 41.0)

Zusätzlich bei Kindern in den späteren Entwicklungsjahren und bei den Geschwistern:
- chronische obstruktive Lungenerkrankung nach BPDJ 44.9/R28
- hyperkinetische Störungen (ICD 10: F 90)
- Störungen des Sozialverhaltens (ICD 10: F 91)
- kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen (ICD 10: F 92)
- emotionale Störung des Kindesalters (ICD 10: F 93)
- reaktive Bindungsstörung des Kindesalters (ICD 10: F 94.1) Hinzu kommen somatische
  Erkrankungen und Störungen, wie z. B. Probleme bei der Nahrungsaufnahme.
- Gedeih- und Wachstumsstörung (R62.8)
- psychomotorische Entwicklungsretardierung (F84.9)

Den Patienten stehen umfangreiche diagnostische und therapeutische Einrichtungen zur Verfügung, die in Verbindung mit den heilklimatischen Faktoren des Standortes an der Ostsee hervorragend geeignet sind, eine erfolgreiche Behandlung der Patienten sicherzustellen.

Am Anfang der Heilbehandlung steht eine eingehende Untersuchung durch erfahrene Fachärzte. Auf der Grundlage der vorliegenden Diagnose wird ein individuelles, der gesamtkörperlichen Situation angepasstes Behandlungskonzept erstellt. Besonders zu erwähnen sind hier die Psychosoziale Therapie, die Kindertherapie und die Mutter/Vater-Kind-Interaktionstherapie.

Zur diagnostischen Ausstattung der Klinik gehören neben der Lungenfunktionsdiagnostik (Bodyplethysmographie, Spirometrie, Spiroergometrie, bronchiale Provokation) die Allergiediagnostik (Hauttest, RAST, orale Provokation, Ausschlussdiäten), kardiologische Diagnostik (Ruhe-, Belastungs- und Langzeit-EKG), Sonographie und Echokardiographie (Farbdopplersonographie), Labordiagnostik, psychologische Diagnostik (u. a. auch Schuldiagnostik).

Die medizinische Behandlung basiert auf erprobten Konzepten. Die Abteilungen sind fachärztlich besetzt. Alle Ärzte haben die Qualifikation als Asthma- und Neurodermitistrainer erworben. Als zusätzliche Unterstützung unserer Fachärzte beschäftigen wir einen niedergelassenen Dermatologen und einen niedergelassenen HNO-Arzt als Konsiliarius. Eine Praxis für Logopädie und Dermatologie befindet sich im AKG Reha-Zentrum.

 

Anschrift